FH Bielefeld

igu-award-adm | März 25, 2022

Applikationsbeschreibung der Anlage
Abschluss Studienprojekt Eye-Car

vor rund einem dreiviertel Jahr sind wir als Team an Sie herangetreten, um Unterstützung für unser Studienprojekt zu erfragen. Mittlerweile wurden aus anfänglichen Ideen, einem großen Lastenheft sowie vielen Stunden intensiver Planungs- und Konstruktionsphasen ein fertiggestellter Prototyp des Erkundungsroboters: das Eye-Car. Durch Ihre finanzielle bzw. materielle Unterstützung konnten wir einen vielseitig einsetzbaren Roboter konstruieren, der für Menschen schwierig zu erreichende oder gefährliche Umgebungen erkunden kann und Bildmaterial davon aufnimmt.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!
Wie so ein Roboter aussehen könnte, das haben sich fünf Studenten des praxisintegrierten Studiengangs Mechatronik/Automatisierung am Campus Gütersloh der Fachhochschule Bielefeld gefragt. Im praxisintegrierten Studium sind die Studierenden in einem Unternehmen beschäftigt und absolvieren im Wechsel Theoriephasen an der Fachhochschule (FH) Bielefeld über zwölf Wochen und Praxisphasen im Unternehmen über elf Wochen. Die Verzahnung von Theorie und Praxis ist in dem Studienmodell somit permanent gegeben. In einer sehr praxisnahen Projektarbeit im Modul „Mechatronische Systeme“ haben die Studierenden zudem die Chance, eine eigene Idee für ein solches System umzusetzen.

Sven Reifschläger gehört zu dem Fünferteam, das sich für die Konstruktion eines Erkundungsroboters entschieden hat. Er erinnert sich, wie es zu der Idee kam: „Wir wollten etwas bauen, womit jeder Außenstehende etwas anfangen kann. Ein ferngesteuertes Auto kennt ja jeder. Es sollte aber Alleinstellungsmerkmale haben, um sich abzuheben, zum Beispiel die Mecanumräder, die das Fahren in alle Richtungen erlauben, ohne mit einer mechanischen Lenkung ausgestattet zu sein. Außerdem sollte es über eine autonome Navigation und eine spezielle Sensorik verfügen und mobil, also nicht zu schwer sein, damit man es transportieren kann und eine Grundlage für weitere Ausbaumöglichkeiten darstellen.“

Problemstellung
Ein Einsatzzweck, den die Studenten bei der Entwicklung im Kopf hatten, ist die Automation von standardisierten Wartungsrundgängen, wie Reifschläger erklärt: „Diese monotone Tätigkeit kann durch Roboter übernommen werden, die sich entlang eines definierten Fahrweges autonom auf einer vorgegebenen Route bewegen können und dieselbe visuelle Kontrolle mittels einer hochauflösenden Kamera vornehmen.“ Der Prototyp des Roboters ist deshalb auch mit einer Kamera und einem Miniaturcomputer zur Bildverarbeitung ausgestattet und kann Bildmarken auf der Wegstrecke erkennen und selbstständig anfahren. Er wurde von den Studierenden passenderweise „Eye-Car“ getauft, wobei „Eye“ nicht nur das englische Wort für “Auge”, sondern gleichzeitig auch ein Akronym für „Explore your environment“ ist, also „erkunde deine Umgebung“. Das Ziel, die Mitarbeiter durch einen Roboter abzulösen, sei aber keineswegs mit dem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden, betont der Student: „Vielmehr kann sich das Personal stattdessen auf die Überwachung und Wartung von Anlagen konzentrieren. Auch wenn sie andere Aufgaben erledigen als früher, sind die Mitarbeiter für das Fortbestehen und den Erfolg des dahinterstehenden Unternehmens weiterhin unerlässlich. Dies ist übrigens die Grundmotivation hinter dem großen Thema Digitalisierung, Automatisierung und Industrie 4.0.“
Wie wurden mit Automatisierung Prozesse optimiert/Kosten eingespart/Effizienz gesteigert?
Für kilometerlange Kontrollgänge durch große, abgelegene Fabrikanlagen muss vielleicht schon bald kein Personal mehr abgestellt werden, wenn diese Wartungsrundgänge durch Erkundungsroboter erledigt werden. Die Personen, die diese monotone Aufgabe bislang übernehmen, könnten sich dann auf ihre wesentlichen Aufgaben konzentrieren: die eigentliche Überwachung und Wartung von Anlagen oder die Beurteilung von Störmeldungen. Fachkräfte können sich auf die Wartung konzentrieren.

Weitere Informationen sind hier: https://www.fh-bielefeld.de/presse/pressemitteilungen/studenten-entwickeln-erkundungsroboter

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